Kaltenkirchen Tischtennis

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Zweimal Silber, einmal Bronze...

meike_aida_ndm12.jpg…so liest sich die Ausbeute der KT-Damen bei der Norddeutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende (11./12.Februar) vor heimischem Publikum. Meike holte im Einzel sowie mit Aida im Doppel den zweiten Platz, Aida belegte in der Einzelkonkurrenz den dritten Rang. Dazu unseren herzlichsten Glückwunsch.

Relativ entspannt verlief der Start in das zweitägige Turnier. Aida kam als Gruppenerste ins Achtelfinale und hatte dort ein Freilos.
Meike verlor in der Gruppenphase lediglich gegen Kersten (Hamburg) und musste im Achtelfinale gegen Vivien Scholz (Brandenburg) ran. Nach dem 11:0 gingen die nächsten drei Sätze an Scholz (-7, -9, -9). Meike wurde also gefordert und schaffte mit drei Gewinnsätzen (11:9, 12:10, 11:7) die Wende. In der nächsten Runde machte es Meike gegen Ann-Kathrin Gericke (Schwarzenbek) etwas zügiger und siegte glatt.
Auf der anderen Seite räumte Aida Jasmin Kersten nach sieben Sätzen aus dem Weg, scheiterte dann aber an der späteren Siegerin Sarah-Madeleine Schrödter aus Berlin relativ klar mit 1:4.

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Meike wiederum setzte sich im Halbfinale gegen die stark aufspielende Lena Meiß (Friedrichsort) in sieben Sätzen durch. Im Finale gegen Schrödter musste Meike über die komplette Distanz gehen, konnte die Sätze eins (15:13), drei (11:4) und sechs (11:7) für sich entscheiden, musste sich aber im Entscheidungssatz mit 6:11 geschlagen geben. Meike schien dem kraftraubenden Programm offensichtlich Tribut zu zollen und wirkte am Ende regelrecht platt.

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Was war das Ziel des Turniers? Die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften Anfang in März in Berlin. Meike ist auf alle Fälle dabei und mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch Aida im Velodrom starten dürfen. Klasse Mädels!

Durch die parallel laufende Doppelkonkurrenz  wurde den Sportlern Sonntag naturgemäß einiges abverlangt. Meike & Aida starteten zwar auch hier mit einem Freilos ins Turnier, aber dann ging es zur Sache. Fünf Sätze brauchten die Kaki-Damen gegen Sarah Diekow/Mandy Priebe (Berlin), ebenso knapp ging es im Halbfinale gegen die Bremerinnen Ying-Ni Zhan/Jennifer Bienert zu.
Im Finale, welches zeitglich zum Herreneinzel und nach dem Damenfinale ausgetragen wurde, fehlten unseren Ladys am Ende gegen Alina Heck/ Sarah-Madeleine Schrödter ein wenig die Kraft.  Mit 1:3 musste Aida und Meike den Berlinerinnen den Vortritt lassen.

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Bei den Herren kam es zum „Traumfinale“ zwischen Deniz Aydin (Siek) und Sebastian Borchart (Berlin), welches in sechs Sätzen an Aydin ging, der damit zum dritten Male Norddeutscher Meister wurde.
Dritter wurden Marin Dietrich (Berlin) und Gerrit Weber (Friedrichsort). Im Doppel setzten sich Sebastian Borchart und Daniel Schildhauer (Hamburg) gegen Aydin/Patrick Strahl (Berlin) mit 3:1 durch, den dritten Rang teilten sich Alexander Kellert/Alexander Oltmann (Hamburg) und Ole Markscheffel/Christian Velling (Bargteheide).

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--> zu allen Ergebnissen geht es hier
--> zwei Fotogalerien befinden sich unter "Multimedia" --> "Foto/Video" --> "Turniere..." --> NDM D/H 2012


Kaltenkirchen: Den Heimvorteil genutzt

Spielerinnen Meike Müller und Aida Astani-Matthies trumpfen bei den Norddeutschen Tischtennismeisterschaften in Kaltenkirchen groß auf.

Mit den Niederlagen im Sport ist das so eine Sache: Manche schmerzen wochen-, wenn nicht gar monatelang. Oder sie erweisen sich im Nachhinein als Segen - wie beispielsweise die 1:4-Vorrundenschlappe von Meike Müller bei den Norddeutschen Tischtennismeisterschaften der Damen und Herren.

Zunächst ärgerte sich die 20 Jahre alte Regionalliga-Spielerin der Kaltenkirchener Turnerschaft zwar ein wenig über das glatte 6:11, 10:12, 11:5, 9:11, 8:11 gegen Jasmin Kersten vom SC Poppenbüttel. Doch nach genauerer Betrachtung des Hauptrunden-Tableaus entpuppte sich der zweite Platz in der Gruppe 6 als Glücksfall; Müller vermied so das Aufeinandertreffen mit Vereinskameradin und Titelverteidigerin Aida Astani-Matthies, 34, im Viertelfinale und arbeitete sich im weiteren Verlauf der Veranstaltung bis ins Endspiel vor. Erst dort wurde ihr Siegeszug gestoppt: Zweitliga-Spielerin Sarah-Madeleine Schrödter (VfL Tegel) setzte sich in einem packenden Match mit 13:15, 11:9, 4:11, 12:10, 11:4, 7:11 und 11:6 durch.
"Schade, wenn ich den vierten Satz gewinne, gewinne ich vielleicht sogar das Finale", sagte Meike Müller, die mit ihrem Abschneiden dennoch sehr zufrieden war: "Das ist schließlich meine erste Einzelmedaille bei Norddeutschen Meisterschaften."

Michael Molatta, Tischtennis-Leistungssportkoordinator der Kaltenkirchener TS, hob vor allem Müllers unbändigen Kampfgeist hervor. "Meike hat sich immer wieder selbst motiviert und auch dann nicht verzagt, wenn es nicht gut lief." Und so bewältigte sie zwischenzeitlich mehrere kritische Situationen. Beispielsweise in der Runde der letzten 16, als sie Vivien Scholz (KSV Fürstenwalde) mit 4:3 Sätzen niederfightete. Oder auch beim knappen 4:3 im Halbfinale gegen Lena Meiß von der FT Preetz.

Aida Astani-Matthies konnte ihren Vorjahreserfolg nicht wiederholen, weil auch sie an Sarah-Madeleine Schrödter scheiterte. "Als wir noch in der 2. Bundesliga gegen den VfL Tegel gespielt haben, war Schrödter eigentlich immer eine Punktelieferantin", sagte Michael Molatta, "sie hat sich in den vergangenen Monaten enorm verbessert und ist eine würdige Nordmeisterin."
Das bewies die Linkshänderin auch im Endspiel des Damen-Doppels. Zusammen mit Alina Heck (ebenfalls VfL Tegel) ließ sie Meike Müller und Aida Astani-Matthies beim 11:7, 11:4, 9:11, 11:8-Erfolg keine Chance.

Aida Astani-Matthies (links) und Meike Müller (Kaltenkirchener Turnerschaft)
ließen sich erst im Damen-Doppel-Endspiel stoppen; Foto: Thomas Maibom

An der sportlichen Bilanz gab es aus KT-Sicht dennoch nichts zu mäkeln. Molatta: "Insgeheim habe ich ja von einem vereinsinternen Damen-Finale geträumt; doch mit dreimal Edelmetall haben Meike und Aida die Erwartungen mehr als erfüllt."

Im organisatorischen Bereich blieben ebenfalls kaum Wünsche offen. 25 Mitglieder der KT-Tischtennissparte sorgten unter der Regie von Michael Molatta für einen reibungslosen Ablauf. Jede Menge Komplimente erntete dabei die Turnierleitung, die fest in weiblicher Hand war: Angela Engel, Anja Dallmeier-Tießen, Miriam Holm, Ina Molatta und Sandra Walter blieben stets gelassen, auch wenn ihnen die Funktionäre des Norddeutschen Tischtennisverbandes gleich zu Beginn ein dickes Problem bescherten.
So wurde mit der Auslosung der Wettbewerbe bis eine Stunde vor der Begrüßung der Teilnehmer gewartet. Ein Procedere, das bei vielen Beteiligten für Kopfschütteln sorgten. Denn in den wenigen verbleibenden Minuten bis zu den ersten Matches mussten die Vorrundengruppen in den Computer eingegeben, der Zeitplan mit den Paarungen erstellt sowie die Aktiven und Betreuer der Landesverbände Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Brandenburg,Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit den entsprechenden Ausdrucken versorgt werden.

"Das kann man besser regeln", sagte Michael Molatta, "der Stress, der so entstanden ist, war völlig unnötig." 

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 15.02.2012; Autor: Frank Best

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