Laut Auslosung fand sich Meike in einer "Zweitliga-Gruppe" wieder. Von sechs Akteurinnen spielen vier aktuell in der 2.Bundesliga. Lediglich Svenja Böhm vom Ligakonkurrenten Hannover 96 wurde auch der Damengruppe F beim am Wochenende in Quickborn ausgetragenden Bundesranglistenturnier zugelost.
Gewinnen konnte Meike leider keines ihrer Duelle. Mit Alexandra Urban (Leipzig) traf sie sofort auf eine der ganz starken Spielerinnen des Damenfelds. Zu holen war zumindest in dem Spiel nichts. Die anderen Partien gestalteten sich offener, insbesondere das gegen die später Zweitplatzierte der Gruppe Andrea Welz (Bingen/Münster) und das gegen die Niedersächsin Böhm. Jedoch musste hier Meike 2x ihren Gegenerinnen nach hart umkämpften fünf Sätzen gratulieren.
Auch gegen Lena Krapf (Dramstadt) und Alina Heck (Berlin) spielte Meike engagiert und phasenweise gutes Tischtennis, allerdings kam sie in beiden Matches nicht über ein 1:3-Resultat hinaus und beendet nach den fünf Spielen das Turnier als Gruppensechste.
Damit hat sich der KT-Neuzugang der 1.Damen laut Coach Michael Molatta unter Wert verkauft "In den entscheidenen Phasen fehlte Glück, geschahen auch Fehler, die vorher nicht passierten. Meike fehlt insgesamt ein wenig Sicherheit und etwas Training. Mit dem zuvor Genannten hätte sie gut und gerne in der Gruppe 3:2 oder 4:1 stehen und sich somit für das Hauptfeld qualifizieren können, das war absolut realistisch."
- alle Ergebnisse können hier eingesehen werden
Unter Wert verkauft
Tischtennisspielerin Meike Müller bleibt beim deutschen Top-48-Turnier in Quickborn ohne Sieg
"Das ist schon ein wenig ärgerlich, denn so schlecht war ich eigentlich gar nicht", sagte Müller. Gegen Andrea Welz (TTG Bingen/Münster-Saarsheim) und Svenja Böhm (Hannover 96) musste sie sich jeweils unglücklich mit 2:3 Sätzen geschlagen geben. Und auch bei den 1:3-Schlappen gegen Lena Krapf (SV Darmstadt 98) sowie Alina Heck (VfL Tegel) war die Studentin der Sportwissenschaft und Ökotrophologie fast immer gleichwertig.
Lediglich gegen Alexandra Urban (Leipziger TTV "Leutzscher Füchse"), die in der Endabrechung den dritten Platz belegte und in den Gruppenspielen ohne Satzverlust blieb, zog sie deutlich den Kürzeren. "In den entscheidenden Phasen hat Meike das nötige Quäntchen Glück gefehlt, sie hat sich klar unter Wert verkauft", sagte Betreuer Michael Molatta.
Das soll am kommenden Sonnabend nicht noch einmal passieren. Dann nämlich empfängt die erste Damenmannschaft der Kaltenkirchener TS um 14 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums Flottkamp den VfL Oker. Das KT-Quartett, das mit 3:3 Punkten einen überraschend schlechten Saisonstart hingelegt hat, darf sich keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben, wenn es noch in den Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord eingreifen will.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 19.10.2011; Autor: Frank Best

















