Kaltenkirchen Tischtennis

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Aida ist Norddeutsche Einzelmeisterin !! - Pressemeinung inkl.

Bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen gewann Aida den Einzeltitel, im Doppel mit Bianca zusätzlich die Silbermedaille! Im Damenfinale stand Aida der Bremerin Ying-Ni Zhan gegenüber und gewann dieses Match im entscheidenen siebten Durchgang nach einem 0:2- und 2:3-Satzrückstand dann deutlich mit 11:2. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH AIDA !!! Damit hat sie sich für die Deutschen Meisterschaften Anfang März in Bamberg qualifiziert!

Das Duo Aida/Bianca wurde erst im Finale gestoppt, hier unterlagen die Beiden den Berlinerinnen Heck / Schrödter.

 Alle Endstände und Ergebnisse sind hier einzusehen.


Presseartikel des Hamburger Abendblattes von Anne Pamperin | 17.02.2011

Time-out im rechten Moment

Zweitliga-Tischtennisspielerin Aida Astani-Matthies wird in Bremen zum ersten Mal Norddeutsche Meisterin 

Aida Astani-Matthies sicherte sich in sieben Finalsätzen den Nordtitel.
Foto: Thomas Maibom

So richtig begreifen kann Aida Astani-Matthies ihren bisher größten Einzelerfolg immer noch nicht. "Ich habe noch gar nicht realisiert, dass ich jetzt Norddeutsche Meisterin bin", sagt die Tischtennisspielerin der Kaltenkirchener TS auch Tage nach dem Triumph. Schon ein Vierteljahrhundert steht die Zweitligaspielerin bereits an der Platte.

Auf ihrem Konto stehen zahlreiche Landesmeistertitel und 2010 an der Seite von Vereinskameradin Bianca Dahlke die Halbfinalteilnahme bei den Norddeutschen Titelkämpfen im Doppel. Bi anca Dahlke war es übrigens, die Ai da Astani-Matthies vor gut einem Monat als Landesmeisterin entthronte. "Wir spielen schon so lange in einer Mannschaft. Bianca kennt mich eben. Mit der Niederlage kann ich leben", sagt die Physik-Ingenieurin, die heute ihren 34. Geburtstag feiert.

Das passende Geschenk dazu machte sie sich nun selbst bei den Nordmeisterschaften in Bremen. Nach einer souveränen Vorstellung in der Gruppenphase, bewältigte die Rechtshänderin auch die weiteren Runden bis zum Finale ohne größere Schwierigkeiten.

Im Endspiel wartete mit Ying Ni Zhan ebenfalls eine Zweitligaspielerin. Erst vor wenigen Wochen hatte die Kaltenkirchener TS ihre Rückrundenpartie gegen die SG Marßel Bremen mit 4:6 verloren. "Sie ist eigentlich viel besser als ich. Ich habe nur gehofft, ordentlich zu spielen und keine Klatsche zu kriegen, damit das Ganze nicht so peinlich wird", sagte Astani-Matthies schmunzelnd.

Das Gegenteil trat ein: Den ersten Satz gewann die Außenseiterin sogar mit 11:5. Dann legte die 21-Jährige aus Bremen los, gewann die beiden folgenden Durchgänge. Der Vierte ging wiederum an die KT-Spielerin.

Beim Stand von 2:6 aus Sicht der Kaltenkirchenerin im fünften Satz traf KT-Trainerin Kirsten Krüger-Trupkovic dann eine wichtige Entscheidung. "Sie nahm ein Time-Out, sonst hätte ich die Partie wahrscheinlich verloren", so Aida Astani-Matthies.

Die kurze Pause war Gold wert. Zhan wirkte unsicherer, gab den Durchgang doch noch ab. Sie glich zwar dann nach Sätzen aus, unterlag aber schließlich im entscheidenden siebten Durchgang mit 2:11. "Da bin ich richtig gut reingekommen. Aber bei 8:1 habe ich angefangen, nachzudenken", sagt die spätere Siegerin lachend. "Auch Kirsten hatte bis zum Schluss noch gezittert."

Doch anders als bei vergangenen Partien war Aida Astani-Matthies durchgehend bei der Sache, verlor nie die Konzentration und wurde so verdient Norddeutsche Meisterin. Im Anschluss an den Einzeltriumph holte sie noch mit Bianca Dahlke Silber im Doppel. Mit 1:3 unterlag das KT-Duo den Berlinerinnen Alina Heck/Sarah-Madeleine Schrödter. "Das geht in Ordnung", sagt Aida Astani-Matthies, für die die Norddeutschen Titelkämpfe Endstation im diesjährigen, sportlichen Vergleich sind.

"Zur DM kann ich nicht fahren, weil ich beruflich verhindert bin", sagt sie. Aber allzu traurig ist sie darüber nicht. "Ich glaube nicht, dass ich da große Chancen hätte." Stattdessen konzentriert sich die Projektleiterin beim Norderstedter Unternehmen Johnson & Johnson Medical auf den Abstiegskampf mit dem Bundesligateam der KT. "Wir wollen die Klasse halten."

Bis dahin kann Aida Astani-Matthies aber erst einmal in Ruhe den Erfolg genießen und ihren Geburtstag feiern. Denn das nächste Punktspiel des Vorletzten der 2. Bundesliga Nord ist erst am 19. März beim Tabellensiebten TuS Bad Driburg.


Presseartikel des Hamburger Abendblattes von Wolfgang Helm | 17.02.2011
-Einblick in die Ergennise des Herrenfeldes-

Aydin wieder norddeutscher Meister

Der 24 Jahre alte Sieker Zweitligaspieler verteidigt in Bremen mit einem 4:1 über Sebastian Borchardt (Hertha BSC Berlin) seinen Titel

Gestern haben sie sich wieder bei Hertha 06 in Charlottenburg getroffen, kurz das gegenseitige Befinden abgefragt und sich dann die weiße Kugel um die Ohren geschlagen, so wie oft in den vergangenen Jahren. So, als hätte es dieses Endspiel in Bremen um die norddeutsche Tischtennis-Meisterschaft nicht gegeben. Das hat der Berliner Zweitligaspieler Deniz Aydin (SV Siek) gegen den Berliner Zweitliga-Spieler Sebastian Borchardt (Hertha BSC) überraschend deutlich 4:1 gewonnen und damit seinen Titelgewinn des Vorjahres wiederholt. "Je nach Tagesform siegt mal der eine, mal der andere", gab sich der 26 Jahre alte Borchardt gelassen. Diesmal also der zwei Jahre jüngere Aydin.

Es war die verspätete Revanche für 2009, als er seinem Trainingspartner im Finale 3:4 unterlegen gewesen war. Auch beim Punktspiel der Sieker gegen Hertha am 2. Oktober 2010 (3:9) hatte Borchardt sich knapp durchgesetzt (3:2). Gemeinsam bereiten sie sich nun auf die Deutschen Meisterschaften vor, die vom 4. bis 6. März in Bamberg ausgetragen werden. Der eine wird dem anderen die Daumen wie im gemeinsamen Sieker Jahr 2008/2009 drücken - sofern man sich nicht gegenseitig über den Weg läuft.

Dann ist Feuer angesagt, auch mal die eine oder andere temperamentvolle Geste, die Missverständnisse auslösen könnte, würde man sich nicht gut kennen. "An Deniz imponieren mir der Kampfgeist und der Siegeswillen. Er war der Beste, mit Abstand", sagt Schleswig-Holsteins Ranglistenerster Daniel Schildhauer (TSV Bargteheide), der Aydin beim 1:4 im Viertelfinale zu ärgern verstand. "Es war mein erstes gutes Spiel bei diesem Turnier, nachdem ich in den drei Gruppenspielen trotz klarer Siege nicht besonders zufrieden mit mir gewesen war", so sah es der spätere Titelträger.

Die nächste Steigerung erfolgte beim 4:1 über Kay-Andrew Greil (SC Poppenbüttel) in der Neuauflage des Endspiels von 2010. Am Ende hatte Deniz Aydin dann das Kunststück fertig gebracht, seine sämtlichen sechs Auftritte (nach einem Freilos in der ersten Hauptrunde) 4:1 zu gewinnen.

Hoffnung auf die DM-Teilnahme macht sich auch noch Schildhauer, der sich seine 1:4-Niederlage in der Vorrunde gegen Alexander Oltmann (Hamburger SV) ankreidete: "So bin ich nur Gruppenzweiter geworden. Als Gruppenerster hätte ich mir Deniz zunächst erspart." Im Doppel winkte ihm die Möglichkeit eines erneuten Aufeinandertreffens mit dem Sieker, doch dann verpasste Schildhauer mit seinem Teamfährten Christian Velling gegen Greil/Alexander Kellert (SC Poppenbüttel/Hamburger SV) unnötig die Finalteilnahme (11:9, 13:11, 8:11, 10:12 nach 10:6, 8:11). Das Hamburger Duo behauptete sich dann 12:10, 11:7, 11:7 über Aydin und Sieks Nachwuchshoffnung Marcel Boeglin, der im Einzelwettbewerb ebenso wie Landesmeister Jan Hauberg und Sven Brockmüller (beide ebenfalls SV Siek) als Gruppendritter scheiterte.

Der nachgerückte Jungen-Nordmeister Ole Markscheffel (TSV Bargteheide) drang dank des 4:0 über Brockmüller und des 4:2 über Jakob Guzmann (Neurönnebeker TV) in die Hauptrunde vor, wo sich Martin Dietrich (Reinickendorfer Füchse) beim 1:4 als zu stark erwies. Wie Schildhauer unter die letzten Acht kam Christian Velling, der nach drei klaren Siegen in der Vorrunde, darunter ein 4:0 über Gerrit Weber (Hamburger SV), auch Amin Nagm (Reinickendorfer Füchse) beim 4:1 keine Chance ließ, um Alexander Oltmann nach einem 11:1 im ersten Satz noch 1:4 zu unterliegen.

Dass die Niedersachsen ausscherten und (aus Kostengründen) ihre eigene DM-Qualifikation auf die Beine stellten, wertete Aydins Erfolg nach Borchardts Ansicht überhaupt nicht ab: "Die Niedersachsen sind nur in der Breite, aber nicht in der Spitze besser als die anderen. Aber für das Flair war es schade, dass sie fern blieben." Ebenfalls fehlten Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, die mit Thüringen und Sachsen neuerdings mitteldeutsche Meisterschaften austragen.

Über einen weiteren Podestplatz (Vizemeisterschaft) darf sich Stormarn im Damen-Doppel freuen, lässt man einmal unberücksichtigt, dass die Bargteheiderin Bianca Dahlke ebenso wir Partnerin Aida Astani-Matthies offiziell die Farben der Kaltenkirchener TS vertreten hat.

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