Kaltenkirchen Tischtennis

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Gold, Silber, Bronze - LEM /H in Eggebek 2011 - inkl. Presseberichte-

_MG_6587.jpgAlle drei Medaillenfarben wurden am vergangenen Wochenende in Eggebek gewonnen. Maßgeblichen Anteil haben unsere Zweitligadamen. Bianca gewann im Einzelfinale gegen Aida, zusätzlich holten Bianca & Aida im Doppel den Bronzeplatz. Daniel, Thomas, Francisco, Vicky und Angela gingen hingegen leer aus. 

Die erste Doppelrunde überstanden von den angetretenen fünf Paarungen lediglich zwei. Daniel/Marcel warfen Thomas/Mussäus (Lübeck) bereisz in Runde eins raus, Francisco mit Partner  Bastian Schultz (ebenfalls Brunsbüttel) konnten gegen die top-gesetzten Markscheffel/Velling nichts ausrichten. Vicky/Angie taten sich gegen Kist/Spilok (Friedrichsort) sehr schwer, fingen sich aber verloren 2:3 und schieden somit vorzeitig aus. Aida/Bianca überstanden die erste schwere Runde mühelos und arbeiteten sich Schritt für Schritt bis ins Halbfinale gegen Laskowsky/Adleff (Kellinghusen) vor und verloren dort aber gegen die späteren Landesmeister mit 1:3. Daniel und Marcel marschiertendurch den Sieg gegen Böglin/Hauberg bis ins Viertelfinale vor, unterlagen da dann aber Wegner/Ihde (Schwarzenbek).

Aus den Einzelgruppen kamen alle sieben Kaki-Akteure raus. Aida, Bianca, Vicky und Daniel als Gruppenerste - Angela, Thomas und Francisco als Gruppenzweite. Folgende Einzelbegegnungen standen am Sonntag vormittag an:

Aida vs. Laskowsky (Kellinghusen), Bianca vs. Spilok (Friedrichsort), Vicky vs. Umbach (Aukrug), Angela vs. Nissen (Schwarzenbek), Daniel vs. Weber (Schwarzenbek), Thomas vs. Chr. Velling, (Bargteheide) und Francisco vs. Wegner (Schwarzenbek).

Angie (3:4), Thomas (0:4) und Francisco (0:4) verabschiedeten sich nach Runde eins, Vicky musste nach dem Sieg gegen Umbach (4:2) aber die Segel gegen Berit Zuna (Elmshorn)  nach einer knappen 3:4-Niederlage streichen. Im Halbfinale hätte Aida gewartet, die vorher Nissen sehr deutlich schlug (4:0) und die Zuna ebenfalls keine Chance ließ. Bianca fertigte Spilok ebenso klar wie auch danach Gericke (Schwarzenbek) mit 4:0 ab. Im Halbfinale wartete Larissa Schmidt (Schwarzenbek). Ein 4:2-Erfolg sicherte den Finaleinzug. Im Endspiel behielt Bianca mit einem 4:1-Sieg die Oberhand und sicherte sich den Landesmeistereinzeltitel!! Herzlichen Glückwunsch zu euren Medaillen, Bianca und Aida!

Daniel gewann sein erstes Hauptrundenspiel gegen den Abwehrer Weber mit 4:1 (O-Ton von Coach Lutz: "ich hätte es nicht besser machen können, sehr gut gespielt!") und kam dann auf den Bargteheider Christian Velling (RL-oben). Hier war nach einem hochklassigem und spannendem Match allerdings Endstation für Daniel (2:4).

Aufführung der Platzierten
Damen Einzel
1. Bianca Dahlke
2. Aida Astani-Matthies
3. Larissa Schmidt (Schwrazenbek) und Berit Zuna (Elmshorn)

Damen Doppel
1. Laskowsky / Adleff (Kellinghusen)
2. Barz-Todt / Grothkopp (Kieler TTK)
3. Astani-Matthies/Dahlke und Nissen/Polomski (Schwarzenbek)

Herren Einzel
1. Jan Hauberg (Siek)
2. Sven Brockmüller (Siek)
3. Ole Markscheffel und Thorben Markscheffel (Bargteheide)

Herren Doppel
1. Schildhauer / Velling (Bargteheide)
2. Wegner / Ihde (Schwarzenbek)
3. Markescheffel/Kutzner (Bargteheide) und Hundhausen / Hundhausen (Preetz / Friedrichsort)

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Presseartikel des Hamburger Abendblattes vom 20.01.2011 | Frank Best, Anne Pamperin

Die Wachablösung

Bianca Dahlke entthront Aida Astani-Matthies als Tischtennis-Landesmeisterin. Sonntag geht's gegen Poppenbüttel

Schleswig-Holstein hat eine neue Tischtennis-Queen: Die 23 Jahre alte Bianca Dahlke von der Kaltenkirchener Turnerschaft stürzte bei den Landesmeisterschaften in Eggebek ihre Vereinskollegin und Abonnements-Titelträgerin Aida Astani-Matthies, die seit 2002 siebenmal in Folge triumphiert hatte, vom Thron.

Das Endspiel der beiden überragenden Damen des Turniers wurde zu einer überraschend klaren Angelegenheit. Dahlke behielt zunächst mit 11:4, 11:7 und 11:3 die Oberhand, verlor Durchgang vier mit 1:11, erholte sich aber vom Leistungseinbruch und behielt beim 11:9 im fünften Satz die Nerven.

"Ich habe in den vergangenen Jahren einige Male gegen Aida verloren; es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, dass ich ihre tolle Serie beendet habe", sagte die glückliche Siegerin. Mit dem Triumph in der Damen-Konkurrenz komplettierte Sportstudentin Bianca Dahlke zudem ihre persönliche Titelsammlung: Sie war zuvor schon schleswig-holsteinische Landesmeisterin bei den Schülerinnen, Mädchen und Juniorinnen.

Die unterlegene Kontrahentin bewies auch im Moment der Niederlage Größe: "Selbstverständlich bin ich enttäuscht, niemand verliert gern ein Finale", sagte Astani-Matthies, "aber ich hatte einfach keine Kraft mehr. Das war fast so, als wenn jemand den Stecker gezogen hätte. Allerdings hat Bianca mit Ausnahme des vierten Satzes auch auf einem konstant guten Niveau agiert."

Nur zu gern hätte sich die beiden Zweitliga-Spielerinnen gemeinsam den Titel im Damen-Doppel gesichert. Dass daraus nichts wurde, lag an zwei kess und erfolgreich auftrumpfenden Nachwuchstalenten von der WSG Kellinghusen/Wrist. Ann-Kristin Adleff, die das Tischtennis-ABC beim SV Friedrichgabe gelernt hat, und Isabelle Laskowsky schalteten Dahlke/Astani-Matthies im Halbfinale sensationell mit 12:10, 8:11, 11:8, 11:9 aus. Und im Endspiel setzte sich das junge Duo auch gegen Sabine Barz-Todt/Catharina Grothkopp (Kieler TTK) durch.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den beiden KT-Spielerinnen nicht. Am Sonntag steht für ihre Zweitliga-Mannschaft (2:16 Zähler) die erste Rückrundenpartie an - das Auswärtsmatch beim SC Poppenbüttel (11 Uhr, Harksheider Straße). Eine Begegnung, die hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Serie 2010/2011 von existenzieller Bedeutung ist. Die Ausgangssituation für das Tabellenschlusslicht ist ebenso eindeutig wie unkomfortabel: Nur ein Sieg hilft den Kaltenkirchenerinnen weiter. Eine Niederlage gegen den SCP (8./ 4:14) wäre nach sieben Jahren Zugehörigkeit zur zweithöchsten deutschen Klasse wohl das Aus im Abstiegskampf.

Das meint unter anderem auch Poppenbüttels Trainer Stephan Rauterberg: "Sollten wir dieses Vier-Punkte-Spiel gewinnen, ist für die Kaltenkirchener TS der Drops gelutscht." Klar, dass die Gastgeberinnen in Bestbesetzung, also mit der gebürtigen Chinesin Jie Schöpp, 42, auflaufen werden. Die zweimalige Mannschafts-Europameisterin (1996 und 1998) soll sich schon am Sonnabend um 15 Uhr in der Auswärtsbegegnung bei der SG Marßel Bremen warm spielen. Rauterberg: "Dass wir vor unserem Duell mit der KT noch einmal Wettkampfpraxis sammeln können, ist sicherlich ein Vorteil für uns. Klar ist aber auch: Im direkten Vergleich entscheidet die Tagesform."

Die letzten Vergleiche der beiden Teams endeten jeweils mit knappen Siegen des SC Poppenbüttel. Doch wenn es nach Aida Astani-Matthies geht, wird diesmal alles anders - obwohl das von KT-Coach Michael Molatta ursprünglich angedachte Kurz-Trainingslager ausgefallen ist und sein Quartett seit der 4:6-Heimschlappe gegen den TTV Hövelhof am 4. Dezember 2010 noch nicht wieder zusammengekommen ist. "Wir sind gut drauf, gehen optimistisch an die schwierige Aufgabe heran. Und wenn Bianca und ich im unteren Paarkreuz ähnlich gut wie bei der Landesmeisterschaft spielen, ist alles möglich", so die Teamsprecherin.

Ob sich die mannschaftsinterne Umstellung dabei als hilfreich erweist, muss abgewartet werden: Astani-Matthies schmettert in der Rückrunde vor Dahlke und hinter Katalin Jedtke sowie Jin-Sook Cords an Position drei.




Presseartikel der Segeberger Zeitung vom 19.01.2011

Bianca Dahlke (Kaltenkirchener TS) wurde Landesmeisterin

Wachablösung bei den Tischtennis-Damen in Schleswig-Holstein: Abonnementssiegerin Aida Astani-Mathies vom Zweitligisten Kaltenkirchener TS wurde von Klubkameradin Bianca Dahlke bei den Landesmeisterschaften in Eggebek entthront.

Die siebenmalige Landesmeisterin Astani-Mathies unterlag im Finale der 23-jährigen Dahlke mit 1:4 Sätzen. Für die Auszubildende zur Sozialversicherungsfachangestellten (Anm. Angela: mitttlerweile Sportstudentin) war es der erste Titel im Frauenbereich auf Landesebene. „An diesem Tag hat einfach alles gepasst“, jubelte die Nummer 4 in der Setzliste beim Zweitliga-Schlusslicht.

Im Doppel machten die beiden KT-Frauen gemeinsame Sache und holten sich die Bronzemedaille. Die übrigen KT-Spieler Victoria Lauenroth, Angela Engel, Daniel Cords, Thomas Matthies und Francisco Heuck gingen hingegen leer aus.

Die beiden Zweitliga-Spielerinnen der KT, Aida Astani-Matthies und Bianca Dahlke, qualifizierten sich für das Halbfinale. Dort bezwang Astani-Matthies die Elmshornerinnen Berit Zuma mit 4:0. Bianca Dahlke sicherte sich den Finaleinzug durch einen 4:2-Sieg über Larissa Schmidt (Schwarzenbek).

Das Kaltenkirchener Finale wurde dann zu einer unerwartet deutlichen Angelegenheit für Bianca Dahlke, die ihre Kontrahentin noch nie zuvor bei einer Meisterschaft bezwingen konnte. „Meine Tagesform und der Wechsel zwischen Angriff und Blockspiel war wohl entscheidend. Außerdem hatte ich auch das nötige Quäntchen Glück, das man in einem solchen Finale braucht“, erklärte Bianca Dahlke, die Anfang Februar gemeinsam mit Aida Astani-Matthies die Farben Schlesiwg-Holsteins bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bremen vertreten wird.


Bianca Dahlke vom Zweitligisten Kaltenkirchener TS sicherte sich durch einen Finalsieg über ihre Klubkameradin Aida Astani-Matthies erstmals den Landesmeistertitel der Tischtennisfrauen.



Interessanter Artikel des Hamburger Abendblattes vom 19.01.2011

Hauberg erfüllt sich Kindheitstraum

Der Oberligaspieler des SV Siek II wird in Eggebek überraschend Landesmeister im Tischtennis

Siek. "Unser Sohn ist ein Phänomen", sagen die stolzen Eltern Renate und Michael Hauberg. Diesem Urteil hat sich die Fachwelt spätestens seit den Landesmeisterschaften im Tischtennis in Eggebek angeschlossen. Mit dem Titelgewinn im Herreneinzel hat Jan Hauberg (28) aus dem Oberligateam des SV Siek II dort alle verblüfft. In einem dramatischen Finale behauptete sich der gebürtige Lübecker mit 4:3 über Sven Brockmüller (30). "Diesen Titel gönne ich ihm von Herzen", sagte der unterlegene Mannschaftsgefährte, der sich 2006 Bester von Schleswig-Holstein nennen durfte.

Jan Hauberg erfüllte sich einen Kindheitstraum. Es war nicht die leichteste Jugend, die er verbrachte. Von Kindesbeinen an galt er als chronisch krank und musste bereits mit neun Jahren die erste von inzwischen drei Nierentransplantationen über sich ergehen lassen - um gleich bei seinem ersten Krankenhausaufenthalt Tischtennis an einer maroden Platte als Bewegungstherapie auszuwählen. Acht Jahre lang war er Patient einer Lübecker Dialyse-Praxis und längst bekam er einen Schwerbehinderten-Ausweis ausgestellt. Körperlich und konditionell soll er gar nicht in der Lage sein, sich der starken, vollständig Gesunden zu erwehren. Mit überragender Spielintelligenz und Technik gleicht er seine angeblichen Nachteile wieder aus. Einen guten Ruf erwarb er sich als B-Lizenz-Trainer in Mölln, Ratzeburg, Büchen, Nusse und Siek. Der schon regelmäßig in der Zweite Bundesliga eingesetzte Marcel Boeglin (18) ist so einer, den er förderte und formte und den er im Sommer vergangenen Jahres vom TC Mölln zum SV Siek begleitete.

Lehrmeister und Schüler hätten sich auch im Finale gegenüberstehen können. Doch dann kam das Aus für Boeglin trotz einer 3:1-Führung in der Runde der letzten Acht gegen den nimmermüden Brockmüller. Hauberg schaltete unterdessen einen Regionalliga-Spieler nach dem anderen aus, zunächst Florian Ihde (TSV Schwarzenbek/4:3, 14:12 im siebten Durchgang), dann die Bargteheider Christian Velling (4:3) und Ole Markscheffel (4:2). Seine Nervenstärke trug ihn auch noch zum Erfolg über Sven Brockmüller, der im entscheidenden Satz insgesamt drei Matchbälle nicht verwandeln konnte.

Als die schönste Belohnung warten auf den Sieger nun ebenso wie auf den von den Landesmeisterschaften befreiten Deniz Aydin (ebenfalls SV Siek) und Marcel Boeglin (als Landesranglisten-Zweiter) sowie Daniel Schildhauer (TSV Bargteheide/Ranglisten-Erster) die Norddeutschen Titelkämpfe am 12. und 13. Februar in Bremen. Brockmüller darf auf einen so genannten Verfügungsplatz hoffen.

Sieben Teilnehmer aus Siek und Bargteheide im Herren-Viertelfinale prägten das Bild der Titelkämpfe 2011. Den dritten Rang teilten sich die Brüder Torben und Ole Markscheffel, jeweils Fünfte wurden Christian Velling und der von Ole Markscheffel gestoppte Titelverteidiger Schildhauer (alle TSV Bargteheide). Dafür wischten Schildhauer und Christian Velling die nach dem TSV-Punktspiel gegen die Reinickendorfer Füchse geäußerte Kritik mit ihrem Endspielsieg im Doppel über Sören Wagner und Florian Ihde (Schwarzenbek) vom Tisch. Die Teamgefährten Torben Markscheffel und Fabian Kutzner überraschten als Drittplatzierte.

Über einen weiteren ersten Platz durfte sich der TSV Bargteheide im Damen-Einzel freuen, auch wenn Vereins-Mädchenwartin Bianca Dahlke inzwischen für die Kaltenkirchener TS in Aktion tritt. (wh)

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