Kaltenkirchen Tischtennis

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Pleiten, Pech und …Studenten

Am Wochenende durften wir, von der Zweiten Herrenmanschaft, gegen die Sportfreunde vom TTC Seeth-Ekholt in der Landesliga Süd zuhause ran. Es sollte für alle uns das Spiel unseres Lebens werden, in dem wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit leider ganz knapp am Sieg vorbeigehuscht sind...

Doch zunächst ein bisschen Informationen zur Mannschaft, damit Ihr diesen Bericht nicht falsch versteht. Starten sollte unsere Truppe ursprünglich mit Bent, Cisco, Matthias, Steno, Maxim und Andrzej, doch wie es der jugendliche Leichtsinn so wollte, hielt es der Ein oder Andere für nötig, Salti im Wald zu versuchen und sich dabei den Fuß komplett zu zertrümmern. Damit war also schonmal klar, dass auf jeden Fall für die Vorrunde jedes Spiel ein Ersatzmann gebraucht wird.
Todesmutig erklärte ich mich dazu bereit und in meinem Wahnsinn übernahm ich auch noch den Posten des Mannschaftsführers ! 

So starteten wir also zunächst einmal in die Saison, konnten einen knappen Sieg im Duell gegen die eigene Dritte einfahren und mussten dann im Spiel darauf den Athleten vom Ratzeburger SV zum deutlichen Sieg gratulieren. Warum eigentlich? Achja, wir haben da ja noch einen Medizinstudenten im Team, der mit seinem Doktorvater kurzfristig auf Reisen geht. So weit so gut, es handle sich ja schließlich um eine EINMALIGE Chance, um sich für das Studium zu verbessern.
Harti sprang auf die Schnelle ein und punktete auch prompt (der Mann ist im Moment in einer bestechenden Form, das ist schon fast abartig !).
Nunja, unterhalb der Woche erhielten wir dann die Nachricht von Bent, dass er die nächsten 4 Wochen nicht spielen wird, weil es im Kreuz schmerzt. Nun gut, was soll man tun, Bent ist schließlich nicht mehr der Jüngste und Verletzungssorgen sind uns nicht gänzlich fremd …
Die Zahl der Ersatzspieler erhöhte sich dementsprechend also schon einmal auf 2.

Es war Samstag, 15:31 Uhr (Treff war um 15:45 Uhr angesetzt), als ich von jenem gewissen Medizinstudenten eine SMS erhielt, dass er im Stau stecke und sich melde, wenn es was Neues gäbe. Das klang ja zunächst nicht weiter schlimm, vielleicht nach einer kleinen Verspätung, nicht mehr.
Bis 16:30 Uhr schien es nichts Neues gegeben zu haben, denn bis dahin hatte ich vom besagten Autobahnfahrer nichts Weiteres gehört. Also musste ich mal anrufen, doch es nahm niemand ab. Seltsam... 16:35 Uhr – der dritte Anrufversuch. Es meldete sich jemand und teilte mir mit, dass wir vielleicht schonmal nach einem Ersatzspieler Ausschau halten sollten. Ja, 25 Minuten vor Spielbeginn einen Ersatzspieler aufzutreiben, das ist natürlich ein Kinderspiel, die wachsen schließlich einfach an Bäumen, man muss sie nur pflücken, wenn sie reif sind.

Nach diversen Anrufen klingelten wir noch einmal unseren Studenten an und wollten doch wenigstens wissen, wo er sich so ungefähr befände. „Ich bin jetzt kurz vor Bremen.“
Wer von Euch kennt die A1? Und wer von Euch kennt nicht die vielen Baustellen, die auf dieser Strecke sind? Niemand? Seltsam... Medizinstudenten scheint es nicht geläufig zu sein, dass man die Strecke Bremen – Kaltenkirchen im Stau nicht in 25 Minuten schaffen kann und auch nicht in einer Stunde und nicht einmal in zwei Stunden …

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Also musste ein Ersatzmann her – Jens Tonzel erklärte sich bei wunderbarstem Wetter dazu bereit, auf Kaffee und Kuchen bei Schwiegereltern zu verzichten, schnell nach Hause zu fahren, die Sporttasche zu packen und zu uns zu stoßen. Chapó, Jens – das hätten wohl die Wenigsten mitgemacht. Vielen Dank dafür!
So traten wir also mit 3 Ersatzspielern an: Jens Ahlers (dem ich an dieser Stelle auch noch danken möchte, dass er den ganzen Firlefanz mitgemacht hat), Jens Tonzel und mir.

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Zum Spiel brauch ich nicht viel zu sagen, mal abgesehen davon, dass ich ein großartiges Doppel Heuck/Ahlers gesehen habe, ein hart umkämpftes Doppel 3, eine bestechende Leistung von Cisco und zwei Punkte aus der Mitte. Beeindruckend findet ihr, wenn man das nach so einem Theater noch hinbekommt? Ach, ein Klacks für uns. Schließlich sind wir eine Mannschaft, wir, eins, zwei, drei … äh … vier … Spieler. Vier? Hat eine Mannschaft nicht eigentlich sechs ? Ach, sei's drum, passt schon irgendwie…

Um 18:28 Uhr bekomme ich eine SMS – Inhalt: Medizinstudent im Stau vorm Elbtunnel. Er versicherte uns aber, dass er auf jeden Fall noch vorbeikommen würde.

Als wir gegen 19:30 Uhr, nach Beendigung des Spiels, unser isotonisches Sportgetränk zu uns nahmen, abbauten, duschten, quatschten und was sonst noch alles und um 20:30 Uhr die Halle abschließten, hatten wir noch keinen angehenden Doktor gesehen – aber er wäre ja rechtzeitig zum Spiel gekommen, wenn man ihn nur lassen würde, naja oder auch nicht … eher nicht.

Kommentare 

 
0 #1 Peet 2011-10-18 19:35
Höre ich hier einen leichten Unterton ? ;-)
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