Kaltenkirchen Tischtennis

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Himbeereis zum Frühstück und Currywurst mit Pommes

Absteiger aus der 1. Bezirksliga müssen doch zu schlagen sein. Frohen Mutes und von Svenni, den ich jetzt fest als DJ für mein Auto engagiert habe, musikalisch aufgewärmt, fährt die 4. Mannschaft nach Fahrenkrug. Schlafwandlerisch sicher findet Sven bei jeder Fahrt die Fetenhits Schlager CD und bringt damit sogar Jens ins Leben zurück. Nach 20 Stunden Arbeit gehört der eigentlich ins Bett aber „Himbeereis zum Frühstück“ und „Sieben Fässer Wein“ bringen ihn wieder auf Touren.
Der Kisdorf-Express ist wie immer überladen und kommt nur langsam voran. Robin lässt uns erst einmal zum verabredeten Treffpunkt fahren und schickt uns dann eine Schnitzeljagd-SMS, damit wir ihn dort auflesen, wo wir 5 Minuten vorher gerade vorbeigefahren sind. Aber bei „Er gehört zu mir“ ist die gute Laune wieder da und nach kleinen Diskussionen über den besten Weg kommen wir irgendwann in Fahrenkrug an. Nippi, der nur 400km Anreise hatte, ist natürlich schon da und hat die Doppelaufstellung demokratisch ohne uns entschieden.

nippie.jpgNach den Doppeln führen wir 2:1 und Nippi, dem der Dauerurlaub in Berlin offenbar gut bekommt, gewinnt sein erstes Einzel glatt in drei Sätzen. Robin, Sven und ich haben wohl noch die gute Musik im Kopf und verlieren alle denkbar knapp im fünften Satz. Steffi beherrscht dank Multitasking und „Ganz oder gar nicht“ ihren Gegner. Jens hat passend zu seiner Grundstimmung den Meister des Einschlaftischtennis erwischt und kann sich leider nicht aus der Trance befreien.

Nach der ersten Runde steht es 5:4 für Fahrenkrug. Aber da geht doch noch was… Robin kämpft die Nummer 1 nieder, Nippi, wer hätte es anders erwartet, gewinnt auch sein zweites Einzel gegen den besten Spieler der Fahrenkruger und ich spiele tatsächlich einmal drei Sätze nacheinander echtes Tischtennis. 7:5 für uns, was kann da noch passieren? Leider passierte nicht mehr so viel Erwähnenswertes. Zumindest nicht auf unserer Seite… Um es kurz zu sagen: Fast wäre es noch in die Hose gegangen. Da hätte dann auch „Tränen lügen nicht“ nicht mehr geholfen. Mit einer taktischen Meisterleistung rettet Steffi uns ein Unentschieden und wir haben das Ahrensburg-Déjà vu._MG_1740.jpg

Während wir gegen Mitternacht unser unverdientes Bier in der Halle trinken, meldet sich Timo telefonisch, um vom grandiosen Sieg der 5. Mannschaft zu berichten. Das hat uns gerade noch gefehlt… Mit dem Versprechen, eine kostenlose Currywurst zu organisieren, lockt er uns in die Zentrale nach Kisdorf. Während der Fahrt findet Sven die Fetenhits Teil 2 und „Hello again“ weckt Jens aus dem Tiefschlaf. Um 02.00 Uhr sind Currywurst und Pommes verdrückt und das Bett ruft. Timo konnte den Gastwirt leider nicht davon überzeugen, unsere Leistung mit einer Gratiswurst zu würdigen. So muss er selbst zahlen. Ein Mann, ein Wort. Timo wir danken Dir. Du hast den Abend gerettet.

Eine Erkenntnis bleibt: Auswärtsspiele sind einfach wunderbar. Das Ergebnis steht schon vorher fest. Man kann spielen wie man will, am Ende ist es ein 8:8.  Glücklicherweise hat man immer eine gute Ausrede. Mein Auto hat Schuld. Die Musik oder notfalls auch das Kennzeichen. SE-GO 3333, was übersetzt bedeutet: Wir fahren zu einem Auswärtsspiel in Segeberg und spielen 33:33 Sätze.

Kommentare 

 
0 #1 JensT 2011-09-26 22:04
Super Bericht, Oliver!!
Auch wenn die Auswärtsspiele bisher immer Unentschieden endeten, macht es bisher viel Spaß mit dem Kisdorf-Express.
Allerdings kann ich mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so schlecht gespielt habe wie in Fahrenkrug. Jedoch nach ein paar Mützen voll Schlaf am Wochenende klappt es nun auch wieder mit der Konzentration und dem Gewinnen :-)
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