Auch wenn es längst feststeht, dass die 2.Damen absteigt und nächste Saison wieder in der Oberliga auf Punktjagd geht, kam am vergangenen Wochenende Freude auf. Zum Einen wurden in beiden verbliebenen Heimspielen mehr als nur eins, zwei Einzelpünktchen geholt - zum Anderen war gegen Schwarzenbek und Poppenbüttel sogar noch mehr drin... Indes steht die 1.Damen nach dem hohen Sieg gegen Großburgwedel mit guten Vorsprung auf Platz 1 der Liga!
Am Samstag ging es Punkt 14 Uhr gegen den TSV Schwarzenbek los, der in der Besetzung Olga Adamcic, Larissa Schmidt, Ann-Kathrin Gericke und Lena Mollwitz auflief. Wir spielten mit Kathrin Weigelt, Miriam Holm, Maria Gorbunova und Anja DT. Angela konnte aufgrund von Krankheit erst am Sonntag wieder ins Geschehen eingreifen und auch Vicky musste passen, da sie fleißig für die Uni lernte. Deshalb vorweg schon mal ein großes Dankeschön an Anja, die so kurzfristig eingesprungen ist!!
Zum allerersten Mal in der ganzen Saison konnten BEIDE Doppel mit 3:0 von Kathrin/Maria und 3:2 (nach 0:2) von Miriam/Anja für uns entschieden werden. Da musste der ein oder andere natürlich schon zweimal an die Anzeigentafel schauen.... Kaki II führt? Dann auch noch mit 2:0?? "Ist das richtig herum?" 

Nach zwei deutlichen Niederlagen von Kathrin & Miri , kam das an dem Tag glänzende untere Paarkreuz an die Reihe! Sowohl Maria gegen Lena Mollwitz als auch Anja gegen Ann-Kathrin Gericke konnten 3:1 gewinnen. Zwischenstand 4:2 für uns! Weiterhin Augenreiben.... 
Im oberen Paarkreuz hagelte es wieder zwei 0:3 Niederlagen, da war leider nicht so viel zu holen…. Doch behielt unsere bärenstarke Anja "Granate" DT gegen Mollwitz die Oberhand und konnte einen 3:1 Sieg einfahren! Maria musste Gericke gratulieren. Somit stand es 5:5… noch alles drin!!

Nun folgten die Duelle Maria gegen Adamcic und Kathrin gegen Ann-Kathrin. Maria musste sich, nachdem sie Adamcic den 2ten Satz abluchsen konnte, doch gegen eine stark aufspielende Nummer 1 geschlagen geben und auch Kathrin blieb ein Sieg verwehrt.
Nun kam es also zu den letzten beiden Spielen des Tages: Miriam gegen Mollwitz und Anja gegen Schmidt. Miriam fand leider nicht so richtig ins Spiel und verlor das Spiel knapp mit 1:3.
Der Endstand lautete somit 5:8: trotz einer weiteren Niederlage gab es diesmal viele spannende Spiele und das Endergebnis fiel – nicht wie gewohnt – so deutlich aus, was zur allgemeinen Aufmunterung beitrug.
Sonntag stand der der SC POPPENBÜTTEL auf dem Programm.
Poppenbüttel reiste mit Funke Oshonaike, Jasmin Kerstin aus der Stammbesetzung an, musste mit Alexandra Fölschow und Katrin Nitz aber im unteren Paarkreuz auf zwei Ersatzspielerinnen aus unteren Mannschaften zurückgreifen. War dies etwa die Chance für uns endlich doch noch einmal zu punkten und uns nicht mit ganz leeren Händen aus der Liga zu verabschieden? Wir werden sehen…
Wir gingen mit (einer halbwegs fitten) Angela, Kathrin, Miriam und Maria in dieses letzte Heimspiel.
Angie/Miri mussten im Doppel eine letztlich klare Niederlage gegen Oshonaike/Kersten hinnehmen, doch Kathrin & Maria konnten –wie schon gestern- einen Sieg holen!
Nachdem Angie gegen Kersten kämpfte, kämpfte, kämpfte und schliesslich knapp gewann und Miri sowie auch Maria "unten" Punkte sammelten, hieß der Zwischenstand 4:2 für uns!! 

Angie zeigte kräftig Gegenwehr gegen Funke, doch mit dem 5-Satz-Spiel zuvor noch in den Knochen, hieß es am Ende 1:3 aus Kaki-Sicht. Kathrin erwischte gegen Kersten einen guten Start und konnte den ersten Satz für sich entscheiden, doch Kersten kam besser ins Spiel und konnte einen 3:1 Sieg einfahren.
Zwischenstand 4:4 … es war also immer noch alles offen!
Miri konnte nach verlorenem ersten Satz und einem sehr zittrig glücklich gewonnenem zweiten Satz gegen Fölschow, das Spiel letztlich 3:1 für sich entscheiden und auch Maria holte den nächsten Sieg für Kaki. 6:4 hieß es nun also… ein Sieg zum Greifen nah !!
Miri unterlag Poppenbüttels Nr. 1 Oshonaike deutlich mit 0:3; am anderen Tisch hatte es Angie in der Hand, die Führung auszubauen. Allerdings hatte sie schon zwei Einzel und ein Doppel hinter sich & da sie noch angeschlagen war, kam sie zwar durch dieses Spiel, konnte es aber nicht siegreich gestalten 
Zwischenstand 6:6…. Die letzten beiden Einzel des Tages standen an!
Kathrin behielt in ihrem Einzel klar die Oberhand gegen Nitz und fuhr einen 3:0 Sieg ein. Maria stand Kersten in einem sehr spannenden letzten Spiel gegenüber. Maria spielte groß auf, Kersten wurde immer nervöser und Maria immer sicherer und so gab es bei einer 2:1 Führung sogar einem Matchball für Maria, doch (leider) konnte Kersten diesen abwehren und mit allerletzter Kraft das Spiel drehen. Trotzdem: starkes Match, Maria!!

Schade, dass es letztendlich „nur“ zu einem Unentschieden gereicht hat, ein Sieg wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen, aber auch so…. endlich unser erster Punkt 
Am Abend zuvor gewann unsere erste Reihe (1.Damen) gegen den bis dahin aufgrund der mehr gespielten Matches Tabellenersten TTK Großburgwedel sehr klar mit 8:1!! Nun steht Kaki I wieder ganz oben und dies mit einem guten Vorsprung (vier Zähler). Mit dem SSV Neuhaus, dem TSV Schwarzenbek und dem SC Poppenbüttel stehen aber noch drei schwere Spiele an, insbesondere da in Neuhaus auf Aida verzichtet werden muss...
Kopfschütteln trotz des Kantersieges
KT-Tischtennisdamen gewinnen 8:1 gegen Großburgwedel, ärgern sich aber über Mangel an Fingerspitzengefühl und den SSV Neuhaus
Als Spaßbremse erwiesen sich die Querelen rund um die Verlegung der für das kommende Wochenende angesetzten Partien gegen den TSV Schwarzenbek und den SSV Neuhaus. Da Astani-Matthies, die bei der Norderstedter Firma Ethicon arbeitet, für zehn Tage in Shanghai weilt, wollte Teammanager Michael Molatta die im Meisterschaftskampf möglicherweise entscheidenden Matches nach hinten verschieben - und stieß damit beim Deutschen Tischtennisbund auf Widerstand.
"Wir hatten uns mit dem TSV Schwarzenbek auf den 11. März als Ausweichtermin geeinigt. Der beim DTTB für die Koordination der Ober- und Regionalligen zuständige Patrick Festel hat unserem Wunsch mit Verweis auf die Wettspielordnung aber nicht entsprochen", so Molatta.
Laut Wettspielordnung dürfen Punktspiele nur vorgezogen werden
Das Regelwerk sieht vor, dass Begegnungen grundsätzlich nur vorgezogen, nicht aber nachgeholt werden dürfen - ein Passus, der in Kaltenkirchen für Unverständnis sorgt.
"Die Spielerinnen sind keine Profis, Regionalliga-Tischtennis ist vielmehr Liebhaberei auf hohem Niveau mit erheblichem Zeitaufwand. Beruflich bedingte Auslandsreisen sind halt nicht immer vorherzusehen. Und aufgrund der Landesmeisterschaften der Senioren und der norddeutschen Titelkämpfe gab es für uns keine Ausweichmöglichkeiten in den Januar oder Februar - das muss bei der Entscheidungsfindung doch berücksichtigt werden."
Michael Molatta stört indes noch ein weiterer Aspekt: "Wenn sich zwei betroffene Klubs einig sind, gibt es niemanden, der von einer Verlegung auf einen späteren Termin einen Nachteil hat und demzufolge auch keinen Grund, stur auf der Einhaltung von Paragrafen zu bestehen. Da können die zuständigen Funktionäre doch auch mal ein wenig Fingerspitzengefühl im Sinne der Sportler beweisen."
So wie Regionalliga-Staffelleiter Hans-Albert Meyer (Wolfenbüttel). Er beugte sich nach der Rückkehr aus seinem Urlaub der Macht der Argumente, ließ Gnade vor Recht ergehen und setzte das Heimspiel des neuen Spitzenreiters KT (25:5 Punkte) gegen den Tabellenvierten TSV Schwarzenbek (24:10) nun doch für den 11. März um 14 Uhr an. Am Sonnabend müssen die Kaltenkirchenerinnen allerdings planmäßig um 18 Uhr - und demzufolge ohne die gegen den TTK Großburgwedel überragende Aida Astani-Matthies - beim SSV Neuhaus (5./ 22:10) antreten.
Molatta: "Unser Gegner hatte uns zunächst angeboten, die Partie auf den 19. Februar, 18 Uhr, vorzuverlegen - eigentlich ein aberwitziger Vorschlag, am Sonntag so spät aufzuschlagen. Wir haben trotzdem umgehend zugestimmt, sind dann aber darüber informiert worden, dass die Sporthalle wegen kurzfristig erforderlicher Reparaturarbeiten leider doch gesperrt sei. Da entsteht schon der Eindruck, dass Neuhaus von vornherein nicht an einer Lösung interessiert war."
Können die Kaltenkirchenerinnen auch ohne Aida Astani-Matthies gewinnen?
Der KT-Leistungssportkoordinator hofft nun auf eine Trotzreaktion der Mannschaft: "Es wird sicherlich sehr schwer, aber vielleicht gewinnen wir ja auch ohne Aida..."
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 22.02.2012; Autor: Frank Best

















