...die spielten auch gut -so wie ihr-, aber der Ball ging einfach nicht ins Tor" sagte Sonntags-Coach Anja während des Punktspiels in Kiel. Das war zu dem Zeitpunkt, als die sieben zum Zwischenstand 7:2 aus Gastgeber-Sicht umgeblättert wurde. Es hätte in dem Moment aber auch gut und gerne 5:4 stehen können. Hätte, hätte... Fahrradkette.
Fangen wir aber von vorne an: Samstag waren wir -Kathrin, Angela (ich), Miriam und Vicky- im Heimspiel gegen den VfL Oker gefordert. Nachdem unsere erste Vetretung die Mädels aus Goslar mit 8:1 gelegt hatten, gingen wir, zugegebenermaßen ohne die einzelnen Spielergebnisse zu kennen, recht optimistisch in das Match.
Kurz vor Beginn wunderten wir uns, warum noch immer ein Schieri anwesend ist. Ein Anruf ergab, dass die Absprachen zwischen Schiedsrichterobmann und eingeteiltem Personal nicht optimal verliefen. Somit hatte Meikel voll tun, in Kürze den Spielbogen auszufüllen und parallel den Spielen zu folgen. Zum Glück war Armin da, der das Zählen an einem Tisch übernahm (danke Armin!).
Trotz der Umstände gelang zunächst gute Start in die Doppel, denn beide Kaki-Paarungen konnte den ersten Satz holen. Doch es bahnte sich in beiden Begegnungen ein finale Entscheidung im fünften Durchgang an. Und wie es so ist, wenn man so unbedingt will... beide Spiele gehen an die Gäste aus Niedersachsen, wobei zumindest Kathrin/ich mehr als nur eine Chance in den Sätzen davor haben liegen lassen. Es sei aber festzuhalten, dass es wahnsinnig lange und offene Ballwechsel gab, an die uns Meikel erinnerte und uns eine sehr gute Spielweise bescheinigte.

Kathrin legte dann zum Trotz der Doppelniederlage furios in ihrem Einzel los und führte bereits 9:4 im ersten Satz gegen Okers junge Nummer zwei Jaqueline Presuhn. Der Vorsprung reichte jedoch nicht aus...
10:12 hieß es anstatt einen Satzgewinns. Und Presuhn legte gleich nach und entschied auch Satz zwei für sich. Kathrin kämpfte und gab sich nicht auf, sicherte sich knapp mit 13:11 den Dritten! Alles war offen, Kathrin drin im Spiel. Und doch.. es langte nicht. 8:11 und daher eine 1:3 Niederlage.
Ich habe gegen die unangenehm spielende Nr. Eins Velitchka Wais nicht den Hauch einer Chance - glatt 0:3.
Und schon stand es 0:4, keine gute Ausgangslage für die kommenden Partien.
Miriam fand in Julia Wolf (obwohl mehr drin war 1:3) ihre Meisterin und Vicky kam gegen Valeria Nazarenko schlichtweg nicht ins Spiel (0:3).
Und so nahm das Debakel seinen Lauf. Kathrin und ich blieben bei unseren beiden 0:3 gegen Wais und Presuhn weit unter unseren Möglichkeiten. So stand eine derbe 0:8 Pleite auf dem Scoreboard.
Kaum zu glauben, aber wahr. Nach der Klatsche schlichen wir mit tief hängenden Köpfen durch die Halle, bauten ohne Worte ab und wollten nur noch weg... Ernüchterung pur.
Psychologe Meikel versuchte sein Bestes und richtet uns so gut es ging auf. Danke für die lieben Worte! Gemeinsam verbrachten wir die Nacht in Kiel - Vicky war so nett und stellte in ihrer Butze Bier, Bett und Frühstück für uns vier bereit. Denn am Folgetag hieß es wieder: angreifen!
Zumindest ich war früh wach, versetzt Vicky gleich nen schönen Schock und trank eindeutig zu viel Kaffee – Herzrasen war angesagt. Anja erwartete uns schon am Straßenrand im Winterbeker Weg zu Kiel 
Andere Stadt, andere Gegner -man hätte denken können, dass wir gleich bis Dänemark durchgefahren sind , denn Kiel spielt mit drei Dänininnen- und einem gleichem guten Doppelstart! Kathrin & ich scheitern leider erst wieder ganz am Ende... hier nun wirlich das nahezu bitterste Ergebnis überhaupt. 9:11 im Fünften und das tatsächlich, weil wir vor lauter Schiss keine kurzen Aufschläge hinbekamen *grrr*
Miri & Vicky machten es gegen Sondergaard/Grothkopp ZUM GLÜCK dieses Mal anders, besser, erfolgreicher. 11:8 -auch im Fünften- gewannen sie. Eeeeeendlich, ein Lichtblick!!


Obwohl wir (Kathrin & ich) maximal bedient waren, versuchten wir das Doppel im Kopf abzuschütteln. Ich erwischte einen Blitzstart gegen Sondergaard (11:1) und konnte in den beiden nachfolgenden Sätzen dem Spiel weiter meinem Stempel aufdrücken.

Auch bei Kathrin lief es ganz gut, lange war der Spielverlauf offen... doch letztlich hat die sehr offensiv und mutig agierende Jacobsen das glücklichere Ende.

Miriam und Vickys Partien gingen weites gehend gleich von statten. Satzgewinn, Satzverlust usw. bis.... zum bitteren Ende an beiden Tischen. Auch wenn sie es nicht hören will, kann ich als Zählerin des Duells Christensen vs. Lauenroth sagen, dass Vicky äußerst gut gespielt hat. Besonnen und trotzdem riskiobereit, sicher und doch gewagt, platziert und clever. Alles stimmte, nur eben das Ergebnis nicht. So schade es auch ist. Die super Leistung wurde nicht belohnt - eine 2:3 Niederlage stand zu Buche. 

So ähnlich war es auch bei Miriam in ihrem Match gegen Grothkopp. Nach der 2:1 Satzführung nahm Kiels Nummer vier das Heft in die Hand und schaukelte einen weiteren Fünf-Satz-Sieg nach Hause.
Nachdem Kathrin Sondergaard nichts entgegen setzten konnte (0:3), stand es bereits 2:5 aus Kaki-Sicht. Und doch... war noch was drin, viel sogar! Die Spiele von Miriam und mir entwickelten sich zu wahren Krimis. Miri führte gegen die starke Christensen bereits 2:0, ich gegen Jacobsen 2:1. Kommen nun beide, sind wir wieder dran!!!


Doch -man mag es ja kaum glauben, fassen, begreifen- es kam in beiden Partien wirklich zum wiederholten Showdown im entscheidenden Durchgang. Und... hier reihen sich die Satzergebnisse dann in die vorhandene Negativserie ein. 9:11 und 9:11 lautete es zum wiederholten ärgerlichen Male. Das wiederum bedeutet 2:7 in der Endabrechnung anstatt einem eventuell 4:5 Rückstand. Bei Vicky war dann die Luft verständlicherweise raus... 1:3 hieß es und damit 2:8 aus unserer Sicht.
Ich sehe gerade im Spielbericht, dass wir lediglich 50 Bälle schlechter waren, was ja nur fünf Sätze sind !!!
Es ist bitter, verzweifelnd, enttäuschend und zermürbend. Ein Erfolgserlebnis lässt weiter auf sich warten. Auf der Heimfahrt hörte ich so laut wie noch nie die Bässe vom Herrn Kalkbrenner, duschte zu Hause bestimmt 25 Minuten, um mich abzureagieren und konnte die Frage eines Pressevertreters "ob die Liga für uns zu stark ist?" weder bejaen noch verneinen. Verdenken kann man ihm die Frage bei unserem Spielverhältnis (0:10) nicht, gerade aber nach dem Spiel in Kiel finde ich, dass wir zumindest ebenbürtige Gegner sind.
Unsere Köpfe stecken (noch) nicht im Sand!! Am kommenden Samstag (14Uhr) steht ein neuer Versuch zu Hause an, die ersten Punkte zu sammeln. Gegen Heiligenrode werden wir beißen - das steht fest!
Und.... Gladbach hat sich vergangenen Serie da noch untern rausgezogen und den Klasserhalt geschafft!! 


















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