Im Hamburger Wochenblatt wurde ein Artikel über die Ambitionen in Siek veröffentlicht, u.a. betrachtete Hans-Eckart als Autor unseren letztjährigen Top-Spieler der 1.Herren, Daniel, näher.....
Mit jungen Talenten plant Tischtennis-Weltmeister Wang Yansheng beim SV Siek wieder eine erfolgreiche Zweitligasaison.
Der Mann, der Wang Yansheng heißt, ist der ungekrönte König von Siek. Hier hat er, was das Tischtennis betrifft, seit sechseinhalb Jahren das Zepter in der Hand. Die Fans lieben ihn, und wenn der Linkshänder seine Gegner mit phänomenalen Schlägen scheinbar nach Belieben düpiert, jubeln sie ihm zu. „Der Titelgewinn ist unser Ziel“, sagt er.
„Schön und gut“, kontert Teamchef Stefan Zilz. „Die 1. Bundesliga ist aber kein Thema, dafür reicht das Geld nicht.“ Schon jetzt beträgt der Etat etwa 50 000 Euro. Wang hat es geschafft, dass der SV Siek eine feste Größe im deutschen Tischtennis ist und in der 2. Bundesliga zu den Mitfavoriten gehört.
Das hat der gebürtige Chinese, der in Ahrensbök wohnt, nicht als Funktionär oder als Geldgeber zu Stande gebracht, sondern als Spielertrainer. Auch im Alter von 50 Jahren kann ihm in der 2. Liga kaum jemand das Wasser reichen. Seine Bilanz in dieser Saison: 6:2-Siege als Spitzenspieler. Auch international fürchtet ihn die Konkurrenz immer noch, im vergangenen Jahr wurde der Mann, der seit 20 Jahren in Deutschland spielt und für den Hamburger SV, Germania Schnelsen, Galaxis Lübeck und den VfB Lübeck schmetterte, Senioren-Weltmeister in der Klasse Ü 40.

Das ist das erfolgreiche Sieker Sextett:
Deniz Aydin, Daniel Cords, Wang Yansheng, Irfan Cekic, Jakob Asmussen, Mikkel Hindersson (von links).
"Unser Trainer wird noch Jahre mit der Spitze mithalten", sagt Stefan Zilz (40). Wang hatte in der Saisonvorbereitung alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft schlagstark zu machen. "Wir haben ein junges, ehrgeiziges und sehr engagiertes Team", sagt der langjährige Bundesliga-Crack. "Die jungen Spieler werden schon ihren Weg machen."
Wen er damit meint? In erster Linie wohl Daniel Cords, die Neuerwerbung aus Kaltenkirchen, seit einer Woche 18 Jahre alt. Der Angriffsspieler ist eines der größten Tischtennistalente hierzulande. Gerade ist er am Wochenende bei der Landesrangliste hinter Christian Velling (Bargteheide) Zweiter geworden. Seine Eltern Jin (sie spielt seit vielen Jahren beim derzeitigen Zweitligaabsteiger Kaltenkirchener Turnerschaft) und Uwe Cords (KT, Landesliga Schleswig-Holstein) haben seinen sportlichen Weg aufmerksam begleitet.
Auch wenn manch einer unter den Verantwortlichen seines bisherigen Vereins (Oberliga) befürchten, dass die 2. Liga für Daniel etwas zu früh kommt, sagen seine Eltern: "Es kann nicht früh genug sein, der Junge wird sich durchbeißen."
KT-Trainer Michael Molatta, der das junge Talent lange kennt, sagte: "Daniel war immer ein sehr ruhiger, introvertierter junger Tischtennisspieler mit einem begnadeten Talent. Er war zwar regelmäßig beim Training aber arbeitete sehr ökonomisch. Trotzdem machte er spielerisch immense Fortschritte und entwickelte mit den immer größeren Erfolgen einen großen
Ehrgeiz und auch den Spaß am Tischtennissport, der für seine sportliche Entwicklung sehr wichtig war. Seine Eltern haben ihn auch immer sehr gefördert und ihnen war kein Weg zu weit, damit Daniel ordentlich trainieren konnte. Als KT-Trainer wünsche ich Daniel natürlich alles Gute für seine Zukunft und werde seine Entwicklung und Ergebnisse weiter verfolgen! Das Wichtigste aus meiner Sicht für ihn ist, dass er fleißig trainiert, den Spaß an der Sache behält und das Wesentliche im Leben wie Schule, evtl. Studium, Freunde usw. nicht aus den Augen verliert."
Uwe Cords braucht seinen Sohn künftig nicht mehr dreimal wöchentlich zum Training zu kutschieren. Daniel, der in Norderstedt eine berufsfördernde Schule besucht, hat den Führerschein gemacht. Das Auto kauft er vom eigenen Geld: "In Siek bekomme ich ja ein schönes Taschengeld." Mit Recht, denn gleich zu Saisonbeginn holte er in Celle mit einem Einzelsieg den spielentscheidenden Punkt zum 9:6-Erfolg.

Jin und Uwe Cords tun alles, um ihrem Sohn Daniel auf seinem sportlichen Weg behilflich zu sein.
Auch Tochter Alena (14) spielt in Kaltenkirchen Tischtennis - in der Jungen-Bezirksliga.
Die nächsten Heimspiele des SV Siek:
1. Oktober (15 Uhr) gegen den TTC Hagen,
4. Oktober (19 Uhr) im Pokal gegen den Bundesligaklub 1. FC Saarbrücken

















