Im letzten Punktspiel der 2. Tischtennis-Bundesliga Nord kam es zum Rückspiel zwischen den Damen aus Kaltenkirchen und Poppenbüttel. Denkwürdig verlief das erste Aufeinandertreffen in der Volksbank-Arena zu Saisonbeginn. Damals wie heute behielt Poppenbüttel mit 6:4 die Oberhand.
Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte – niemand auf Kaki-Seite hatte mit dem Einsatz von Jie Schöpp bei den Poppenbüttelerinnen gerechnet – wandte man sich den Eröffnungsdoppeln zu. Da Aida diesmal aus privaten Gründen auf einen Einsatz verzichtete, kam Angie zum Zuge. Neben Katalin (an 1) und Jin (2) rückte Bianca an die dritte Position. Poppenbüttel spielte mit Jie Schöpp, Funke Oshonaike, Nicole Meyer und Jasmin Kersten.

Die Doppel brachten schon eine gewisse Vorentscheidung. Beide Spiele gingen an die Gäste. Während Jin und Angie mit 0:3 die Segel gegen Schöpp/Meyer streichen mussten, wehrten sich Katalin und Biance nach Leibeskräften und zwangen Oshonaike/Kersten in den fünften Satz. Der aber ging mit 11:7 an die Poppis.

Kati siegte gegen Oshonaike mit 3:1 und schafft damit den Anschluss. An anderen Tisch „ballern“ sich Jie Schöpp und Jin die Bälle regelrecht um die Ohren. Wie in Hamburg ist dieses Spiel absolut sehenswert. Jin siegt mit 12:10, gibt dann zwei Säte ab und ist im vierten Abschnitt wieder mit 12:10 erfolgreich. Schöpp spielt Kakis Nummer zwei dann aber beim 11:2 an die Wand. Im unteren Paarkreuz ist Bianca bärenstark und besiegt Kersten in vier Sätzen. Dagegen ist Angie nach ihrer 1:3-Niederlage gegen Nicole Meyer richtig traurig. „Hier war mehr drin“, ärgert sie sich später.

Runde zwei beginnt. Vom anbahnenden Debakel des HSV in Hoffenheim wollen sich die Kaki-Ladies nicht runterziehen lassen. Kati aber verliert klar gegen Schöpp in drei Sätzen, Jin hat mit Oshonaike einige Mühe beim 3:1. Aber: Spiele mit der Nigerianerin in Diensten des SC Poppenbüttel haben einen großen Unterhaltungswert. Niemand leidet so schön, niemand tritt so emotional auf und niemand schimpft so sexy wie Funke. Immer wieder ein Erlebnis…

Es folgen die Parallel-Einzel von Bianca und Angie, die über die Punkte entscheiden. Angie hatte weiter mit dem Fuchs zu kämpfen, der „heute drin ist“, meinte aber den Wurm. ;-) Egal – gegen Kersten reicht es nur im dritten Satz zum Gewinn. Somit war die Niederlage besiegelt. Doch nebenan bot Bianca ein tolles Spiel, ging nach den ersten drei Sätzen in „Overtime“ mit 1:2 heraus und gewann die Sätze vier und fünf zu sieben und zu sechs. Ganz stark!!!


Die Kaki-Damen beenden die Saison mit 13:23 Punkten auf Platz sieben. Nach dem sensationellen Rang zwei aus der Vorsaison (22:10 Punkte) war mit einer Wiederholung sicher nicht zu rechnen. Also auf ein Neues ab Herbst.
Alle Bilder sind unter "Fotos" zu sehen.
Presseartikel im Norderstedter Abendblatt von Frank Best
Kaltenkirchener TS verliert vor Minuskulisse
Zum Saisonfinale in der 2. Tischtennis-Bundesliga kommen nur 35 Zuschauer
Kaltenkirchen. Michael Molatta, Manager und Trainer der ersten Tischtennis-Damenmannschaft der Kaltenkirchener TS, blickte ein wenig ratlos auf die vielen freien Sitzplätze in der Halle des Gymnasiums Flottkamp. Zum letzten Match der Punktrunde 2009/2010 der 2. Bundesliga Nord waren nur 35 Zuschauer erschienen. Dabei präsentierte Gegner SC Poppenbüttel mit Jie Schöpp, Mannschafts-Europameisterin von 1996 und 1998 sowie EM-Dritte der Jahre 1994, 1996 und 2000, eine frühere Weltklassespielerin.
Das mäßige Zuschauerinteresse störte Molatta dann auch mehr als die knappe 4:6-Niederlage der Gastgeberinnen, die den Klassenerhalt schon vor der Partie sicher hatten: "Schade, wir bieten wirklich guten Sport. Aber das wird leider nicht so honoriert, wie wir und das wünschen würden."
Und dies dürfte auch in Zukunft so bleiben, denn ein Publikumsmagnet ist nicht in Sicht. Katalin Jedtke, Jin-Sook Cords, Aida Astani und Bianca Dahlke, die in dieser Serie mit 13:23 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz der zweithöchsten deutschen Klasse landeten, sollen erneut an den Positionen eins bis vier gemeldet werden. Für einen prominenten Neuzugang wird die KT auf keinen Fall die Geldkassette öffnen. Aus gutem Grund, denn kaufmännische Vernunft hat in Kaltenkirchen seit jeher Vorrang vor waghalsigen Aktionen auf dem Transfermarkt, die negative Auswirkungen auf die gesamte Tischtennissparte haben könnten.
Michael Molatta: "Wir werden in den nächsten Wochen nach einer Spitzenspielerin für die zweite Mannschaft suchen, die in unser sportliches und finanzielles Konzept passt." Dafür hat die Kaltenkirchener Turnerschaft noch bis zum 31. Mai Zeit - dann nämlich werden die Wechsellisten der Landesverbände geschlossen.

















